Kontaktinfo

Masseria La Scalella
Strada Provinciale 141
Manduria (TA)
Italien

Telefon
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+39 335 6167690 Pino
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Email
iolescalella@gmail.com

Masseria “La Scalella” oder “Scaledda”

Der Gutshof liegt in der Region “Serre della Marina” nahe der Provinzstraße “Tarantina”. In einem Freibrief des Normannenkönigs Wilhelm des Guten aus dem Jahr 1172 wird diese Siedlung als Teil der befestigten Ortschaft San Pietro in Bevagna genannt.  In den Gutshof kommt man durch einen Torbogen, hinter dem sich ein Korridor öffnet. Links und rechts davon befinden sich die Ställe. Der Komplex besteht aus einem sehr imposanten Bau mit einem im Vergleich dazu relativ kleinen Hof. Der Turm mit doppeltem Wehrerker an den ausgesetzten Flanken ist das zentrale Element des Gutshofs. Zur oben gelegenen Eingangstür gelangt man über eine steinerne Doppeltreppe. Dem Turm wurden im Laufe der Jahre mehrere Strukturen angebaut, und so entstand schließlich der heutige Komplex. Im Obergeschoss wohnten einst die Herren, und das Erdgeschoss war für die Bauern und das Vieh bestimmt.  In einigen anderen Räumen verarbeitete man die Milch. Der gesamte bauliche Komplex hat sehr interessante Stern- und Tonnengewölbe.

In den Ländereien des Gutshofs gibt es zwei große, für diese Region typische Zisternen. Eine ist nur wenige Meter vom Haus, die andere etwas weiter entfernt, und beide speisen Tiertränken.  Der Prinz von Francavilla kaufte im XVII. Jahrhundert eine Festung der Familie De Donno. Diese wurde im XVIII. Jahrhundert der vom Königshaus erworbenen Masseria la Scalella angeschlossen. Zu jener Zeit hatte der Hof einen beachtlichen Bestand an Zugtieren und Zuchtvieh, sowie zirka 100 Tomoli (antikes Getreidemaß) Anbaufläche und 200 Tomoli Weideland. Im Jahr 1804 besaß die Masseria la Scalella 360 Tomoli mit mediterraner Vegetation.  Giovanni Schiavoni wurde 1827 Besitzer des Gutshofs. Sein Neffe renovierte in der Zeit von 1840-50 erstmals die alten Räume und baute neue Strukturen an. So erlangte die Masseria la Scalella ihr heutiges Aussehen.

Die im XIX. Jahrhundert zum Gutshof gehörenden Ländereien sind noch heute von einer Trockenmauer und gemauerten Türmchen umgeben. Neben diesen Säulen findet man der Mauer entlang auch die  sogenannten “Finete”. Sie sind aus lokalem Stein, erheben sich etwa einen Meter vom Boden und tragen Zeichen am oberen Abschnitt. Die Mauer selbst beginnt in der Siedlung Urmo, führt vorbei an den Weilern Trecento Tomoli, Masseria la Scalella und dem Rosamarina Wald und endet an der Provinzstraße “Tarantina”.